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    Screenforce Days 2018: TV-Sender nehmen Kampf gegen Streamingdienste auf

    Massive Investitionen in exklusive Eigenproduktionen

    Screenforce Days 2018: TV-Sender nehmen Kampf gegen Streamingdienste auf – Massive Investitionen in exklusive Eigenproduktionen – Bild: TV Wunschliste/Bastian Knümann

    Am 20. und 21. Juni 2018 fanden in den Kölner MMC-Studios zum zweiten Mal die Screenforce Days in der aktuellen Form statt. Das Vermarktungsevent zeichnet sich durch eine Kombination aus Programm-Screenings und Kongress aus, um sowohl die werbetreibende Industrie als auch die Presse anzulocken. Seit dem Aus der Telemesse im Jahr 2003 haben die Vermarkter der TV-Sender in den vorangehenden Jahren eigene, kleinere Events veranstaltet, um ihr Programm vorzustellen und es den anwesenden potenziellen Werbepartnern schmackhaft zu machen. Bei den Screenforce Days versammelt sich nun seit 2017 wieder die Branche unter einem gemeinsamen Dach.

    Das Programm der Screenforce Days zeichnete sich durch einen Mix aus Information, Vorträgen und Entertainment aus. In insgesamt zehn Screenings stellten die deutschen Sender und Vermarkter ihre Programmhighlights der bevorstehenden TV-Saison 2018/19 vor. Vor allem die Vermarkter der großen Sendergruppen, IP Deutschland für die Mediengruppe RTL und SevenOneMedia für ProSiebenSat.1, nutzten die Gelegenheit, um mit einem großen Showaufgebot und Rahmenprogramm für Begeisterung zu sorgen. Für musikalische Unterhaltung sorgten unter anderem Rita Ora, Rea Garvey, Michael Patrick Kelly, Marie Wegener – und Klaas Heufer-Umlauf, der für SevenOneMedia äußerst unterhaltsam und augenzwinkernd durch das Screening führte.


    Doch auch die Vertreter von Sky, RTL II, Viacom, Servus TV, Disney und ARD Werbung mussten sich nich nicht verstecken und boten abwechslungsreiche Screenings ihres Programms. RTL II feierte mit einem bombastischen Auftritt von Scooter zwischendurch seinen 25. Geburtstag.
    Durch die gesamte Veranstaltung zog sich die Erkenntnis, dass die Sender wieder attraktivere, exklusive Inhalte produzieren wollen – und auch müssen, um gegen die gestiegene Konkurrenz durch Streamingdienste wie Netflix und Amazon weiterhin bestehen zu können. Produzent Nico Hofmann mahnte in seiner Rede, dass vor allem die Privatsender umdenken müssen. Anstatt Marktforschungen durchzuführen solle man wieder mehr auf das eigene Bauchgefühl hören und Dinge wagen. Er erinnerte an die Zeit, als RTL und Sat.1 Mitte der 1980er Jahre als junge Wilde auf den Markt drängten – und heute viel zu sehr den Mut verloren hätten. „Interessanterweise sind es nun genau die, die heute unter besonderem Druck und am Scheideweg stehen, die vor inzwischen gut dreißig Jahren mit so viel Energie und Erfindungsreichtum zum Sturm auf die Bastionen der Etablierten geblasen haben.“

    Auch Martin Krapf, Geschäftsführer von Screenforce, bestätigte zu Beginn des Events, dass sich die Kommunikationsbranche in einem großen strukturellen Veränderungsprozess befindet. „Vor dem Hintergrund der dynamischen Markt- und Wettbewerbsentwicklung gibt es für das Fernsehen nur eine Antwort: Kreativität und Investitionen“. Insgesamt investieren die deutschen TV-Sender in diesem Jahr rund acht Milliarden Euro in ihre Programme – massive Investitionen in Onlinevideo, digitale Infrastruktur und datengetriebene Werbevermarktung noch nicht miteingerechnet.

    Dementsprechend fiel auf, dass bei keinem Screening der Einkauf lizenzierter Serien aus den USA oder anderen Ländern eine vorrangige Rolle spielte – selbst ProSieben erwähnte seine neu eingekauften Serien wie „Station 19“ und „9–1–1“ nicht einmal. Stattdessen lag der Fokus klar auf dem massiven Ausbau von Eigenproduktionen – sowohl im fiktionalen Bereich als auch in anderen Genres. Bei den Screenforce Days präsentierten sich die Sender mit enormer Energie und Angriffslust. Es wäre anzuraten, dieses gesunde Maß an Selbstironie und Selbstbewusstsein nicht nur beim Branchentreff, sondern auch on Air an den Tag zu legen!

    Links zu den vorgestellten Programmhighlights der einzelnen Sender:
    - RTL Programmhighlights 2018/19: Neues von Gottschalk & Jauch, Sylvie Meis, LEGO und „Freundinnen“
    - VOX Programmhighlights 2018/19: „Good Doctor“, Kelly Family, „Milk & Honey“ und Comedy
    - Nitro Programmhighlights 2018/19: Fußball, Mofagang und Florian Lukas
    - RTL II Programmhighlights 2018/19: Sozialdokus, Dating und Young Fiction
    - Programmhighlights 2018/19 bei TVNOW, NOW US, Super RTL und n-tv
    - ProSieben Programmhighlights 2018/19: Mehr Eigenproduktionen und Rückkehr zur Fiction
    - Sat.1 Programmhighlights 2018/19: Mehr Geld für mehr Eigenproduktionen
    - kabel eins Programmhighlights 2018/19: Factual-Offensive und Otto-Geburtstag
    - sixx Programmhighlights 2018/19: Paula auf Sexpedition und „Promi Big Brother“-Rückkehr
    - Sat.1 Gold Programmhighlights 2018/19: Schlager, Recht und ein Herz für Tiere
    - ProSieben Maxx Programmhighlights 2018/19: Action-Eigenproduktionen, Sport und Anime
    - Disney Channel Programmhighlights 2018/19: „DuckTales“-Neuauflage und Micky-Maus-Geburtstag
    - „Babylon Berlin“: Das Erste macht für Serienstart den „Tatort“-Sendeplatz frei
    - Comedy Central: Rückkehr zum 24-Stunden-Programm ab 2019, VIVA wird eingestellt

    22.06.2018, 17:05 Uhr – Glenn Riedmeier/livair.com

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • Sentinel2003 (geb. 1967) am 23.06.2018 19:15

      Zum Glück gibt es Amazon und Netflix mit massig Neuen US - Serien!
        hier antworten
      • Sentinel2003 (geb. 1967) am 23.06.2018 19:12

        Joar, ob der sogennannte K(r)ampf durch dieses angeblich soooo neue Programm gegen Netflix und Amazon gewonnen werden kann, bezweifle auch ich stark!! ICH selbst gucke schon JETZT fast JEDEN Tag auf Amazon oder Netflix Filme und Serien....ARD und ZDF gucke ich auch noch regelmässiig....RTL und RTLII plus VOX fast kaum noch!!
          hier antworten
        • serieone am 22.06.2018 18:24

          Mit Eigenproduktionen komme ich nicht zurück zu den TV Sendern.
          • Fernsehschauer am 22.06.2018 19:01

            Die Eigenproduktionen sind aber meistens immer besser als die der VoD Dienste
          hier antworten

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